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Homepage und Sichtbarkeit7 Min. Lesezeit07.10.2026

Instagram für Pferdeprofis: 12 Ideen ohne Werbesprech

Zwölf Ideen für Instagram-Beiträge, die zeigen, wie du arbeitest, und Fragen deiner Kundinnen beantworten. Für Hufpflege, Physio, Osteo, Training und Beratung.

Gestalten in EquiNota: Vorlagen für Beiträge, Karussells, Storys und Flyer, mit deinen eigenen Farben.
Gestalten in EquiNota: Vorlagen für Beiträge, Karussells, Storys und Flyer, mit deinen eigenen Farben.

Viele Pferdeprofis sind richtig gut in ihrem Beruf und tun sich mit Instagram trotzdem schwer. Man steht im Stall, hat ein Pferd am Strick und soll nebenbei noch Inhalte machen. Dazu kommt das Gefühl, dass alles nach Werbung klingt, sobald man über die eigene Arbeit schreibt. In diesem Beitrag findest du zwölf Ideen, die ohne Werbesprech funktionieren, weil sie zeigen, was du machst, oder eine Frage beantworten, die deine Kundinnen sowieso stellen. Dazu steht unten, was du bei Behandlungen nicht versprechen darfst, wie oft du posten solltest und wie deine Beiträge einheitlich aussehen, ohne dass du Grafikerin sein musst. Ich mache für meine eigenen Konten seit Jahren Beiträge und hab daraus gelernt, was im Alltag durchzuhalten ist.

Worüber kann ich als Pferdeprofi auf Instagram posten?

Am besten funktionieren Beiträge aus drei Richtungen: Beiträge, die zeigen, wie du arbeitest, Beiträge, die eine echte Frage deiner Kundinnen beantworten, und Beiträge, die konkret sagen, wann und wo man dich buchen kann. Wer nur die dritte Sorte postet, wirkt wie eine Anzeige. Wer die dritte Sorte weglässt, bekommt Likes, aber keine Termine.

Ein guter Maßstab für die Verteilung: Die meisten Beiträge zeigen deine Arbeit oder beantworten Fragen, und ungefähr jeder vierte oder fünfte sagt deutlich, was du anbietest. So wissen die Leute, die dir folgen, was du kannst, und auch, wie sie an einen Termin kommen.

Die zwölf Ideen unten sind nach diesen drei Richtungen sortiert. Du musst nicht alle nutzen. Such dir drei, vier aus, die zu dir passen, und mach sie zu festen Formaten, die immer wiederkommen. Feste Formate sind am Anfang die größte Erleichterung, weil du nicht jedes Mal von vorn überlegen musst.

Welche Beiträge zeigen, wie ich arbeite?

Beiträge über deine Arbeit bauen Vertrauen auf, weil Pferdebesitzerinnen vorher sehen wollen, wem sie ihr Pferd anvertrauen. Zeig Abläufe, Werkzeug, Wege und Ergebnisse. Das sind Bilder und Szenen, die du sowieso jeden Tag hast. Du musst sie nur einmal festhalten, bevor du weitergehst.

1. So läuft ein Termin bei mir ab. Ein Karussell mit fünf, sechs Bildern: Ankommen, erstes Anschauen, die eigentliche Arbeit, was die Besitzerin danach beachten soll. Das nimmt neuen Kundinnen die Unsicherheit vor dem ersten Termin.

2. Was ich immer dabeihabe. Dein Koffer, dein Werkzeug, deine Taschen im Kofferraum. Klingt banal, wird aber gern angeschaut und gespeichert, weil es zeigt, wie sorgfältig du arbeitest.

3. Vorher und nachher. Bei Hufbearbeitung, Sattelanpassung, Zahnbehandlung oder Fellpflege eins der beliebtesten Formate. Wichtig: Nur mit Einverständnis der Besitzerin, und ohne zu behaupten, dass das Ergebnis bei jedem Pferd so aussieht. Mehr dazu weiter unten.

4. Ein Tag auf Tour. Ein paar Stories über den Tag verteilt: welcher Stall, wie viele Pferde, was dazwischen passiert. Das zeigt, in welcher Gegend du unterwegs bist, und das ist für viele die erste Frage.

Welche Beiträge beantworten Fragen meiner Kundinnen?

Beiträge mit Antworten werden gespeichert und weitergeschickt, und genau das bringt dich zu Leuten, die dich noch nicht kennen. Nimm die Fragen, die dir im Stall immer wieder gestellt werden, und beantworte sie einmal ordentlich. Dann hast du gleichzeitig eine Antwort, auf die du später verlinken kannst.

5. Die häufigste Frage der Woche. Schreib dir eine Woche lang auf, was du gefragt wirst. Daraus wird ein Beitrag. Das ist das einfachste Format überhaupt, weil die Themen von selbst kommen.

6. Ein Mythos aus deinem Fach. Jeder Pferdeberuf hat seine Stallgerüchte, ob beim Hufschutz, beim Sattel, beim Training oder beim Futter. Erklär sachlich, was dran ist und was nicht, ohne über andere herzuziehen.

7. Was jetzt in der Jahreszeit wichtig ist. Matschige Paddocks im Herbst, Fellwechsel im Frühjahr, Hitze im Sommer. Saisonthemen kommen jedes Jahr wieder, und du kannst gute Beiträge im nächsten Jahr erneut zeigen.

8. Wann du lieber die Tierärztin rufst. Ein Beitrag, der klar sagt, wo deine Arbeit aufhört. Das wirkt seriös und schützt dich, weil keine Kundin auf die Idee kommt, dass du eine Diagnose ersetzt.

Welche Beiträge bringen Termine?

Termine kommen über Beiträge, die konkret sagen, was du anbietest, wo du unterwegs bist und wie man dich bucht. Diese Beiträge dürfen klar und direkt sein. Weil der Rest deines Kontos zeigt, wie du arbeitest, sind sie für deine Leute einfach eine Information, auf die sie gewartet haben.

9. Freie Termine in einer Region. „Nächste Woche bin ich Dienstag und Donnerstag im Raum Mosbach, noch drei Termine frei.“ Mit Region, Tagen und dem Weg zur Buchung. Das ist das Format, das am direktesten zu Terminen führt.

10. Deine Preisliste. Viele trauen sich nicht, Preise zu zeigen. Für Kundinnen ist es aber eine Erleichterung, weil sie nicht fragen müssen. Denk dran, gegenüber Privatkundinnen Endpreise inklusive Umsatzsteuer anzugeben, und schreib die Anfahrt dazu. Wie du die sauber abrechnest, steht im Beitrag über Rechnungen für Pferdeprofis.

11. Eine Kundenstimme. Ein Satz einer Kundin, mit ihrem Einverständnis, gern mit Foto vom Pferd. Kundinnen glauben anderen Kundinnen einfach eher als dir selbst.

12. Eine Kollegin vorstellen. Die Physio, mit der du zusammenarbeitest, die Hufpflegerin, die du empfiehlst. Das zeigt, dass du vernetzt bist, und meistens teilt die Kollegin den Beitrag, wodurch ihre Leute dich sehen.

Was darf ich bei Behandlungen nicht versprechen?

Das Heilmittelwerbegesetz gilt auch für Behandlungen am Tier. Es verbietet Werbung, die einen sicheren Erfolg verspricht oder Heilung in Aussicht stellt. Sätze wie „nach drei Behandlungen lahmfrei“ oder „hilft garantiert bei Kissing Spines“ sind deshalb abmahnfähig. Beschreib, was du machst, und lass die Wirkung offen.

Das betrifft vor allem Tierheilpraxis, Physio, Osteo, Chiropraktik und alle, die Futter oder Zusätze empfehlen. Für Futter kommt noch die EU-Verordnung 767/2009 dazu: Futter darf nicht damit beworben werden, dass es Krankheiten heilt oder verhindert.

Was geht: zeigen, was du bei einem Termin machst, erklären, worauf du achtest, ein Vorher und Nachher mit dem Satz „Das ist ein Einzelfall, bei jedem Pferd verläuft es anders“. Was nicht geht: Ergebnisse als sicher darstellen, Heilung versprechen, Krankheitsnamen mit deinem Angebot verknüpfen, als wäre es die Lösung.

Bei Fotos gilt: Frag immer vorher. Beim Pferd die Besitzerin, bei jedem Menschen im Bild die Person selbst, und im Stall gilt das Hausrecht des Betreibers. Ein kurzes Ja per Nachricht reicht im Alltag, heb es dir auf.

Wie oft sollte ich posten?

So oft, wie du es über Monate durchhältst. Zwei bis drei Beiträge in der Woche plus ein paar Stories sind für die meisten Pferdeprofis gut machbar. Wichtig ist, dass du dranbleibst. Wer drei Wochen täglich postet und dann zwei Monate gar nicht, kommt schlechter voran als jemand, der jede Woche zweimal da ist.

Was im Alltag hilft: Fotos immer direkt beim Termin machen, nicht später. Einmal in der Woche eine halbe Stunde einplanen, in der du zwei, drei Beiträge vorbereitest. Und Formate wiederverwenden, damit du nicht jedes Mal ein neues Design brauchst.

Karussells, also Beiträge mit mehreren Bildern zum Durchwischen, eignen sich für Erklärungen am besten, weil sie gespeichert werden. Reels lohnen sich für Abläufe und kurze Szenen vom Termin. Stories sind für den Alltag, freie Termine und Fragen an deine Follower.

Wie sehen meine Beiträge einheitlich aus, ohne dass ich Designerin bin?

Leg einmal fest: zwei, höchstens drei Farben, eine Schrift für Überschriften und eine für Text, und drei, vier Vorlagen für deine festen Formate. Danach tauschst du nur noch Foto und Text aus. Dann erkennt man deine Beiträge im Feed, ohne dass du jedes Mal neu gestalten musst.

Deine Farben nimmst du am besten aus deinem Logo oder deiner Homepage. Wenn du noch keine hast, nimm eine ruhige Grundfarbe und eine kräftige für Hervorhebungen. Bei Schriften gilt: lieber schlicht und gut lesbar, gerade am Handy.

Für die Vorlagen kannst du jedes Grafikprogramm nehmen. In EquiNota gibt es dafür den Baustein Gestalten: Vorlagen für Pferdeberufe wie Vorher und nachher, Preisliste, Freie Termine, Kundenstimme und Gutschein, dazu dein Markenpaket, das jede Vorlage mit einem Klick auf deine Farben und Schriften umstellt. Wenn du mit Terminen arbeitest, lohnt sich auch ein Blick auf Online-Terminbuchung für Pferdeprofis, denn die freien Termine aus Idee 9 kannst du dann direkt buchbar machen.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Business-Konto auf Instagram?

Ein professionelles Konto ist kostenlos und lohnt sich, weil du Statistiken siehst und einen Kontaktknopf bekommst. Du kannst dein bestehendes Konto in den Einstellungen umstellen, deine Beiträge und Follower bleiben dabei erhalten.

Muss ich ein Impressum auf Instagram haben?

Ja, wenn du das Konto geschäftlich nutzt. Nach dem Digitale-Dienste-Gesetz muss das Impressum leicht erreichbar sein. Am einfachsten setzt du einen Link in deine Profilbeschreibung, der direkt auf das Impressum deiner Homepage führt.

Muss ich mein Gesicht zeigen?

Nein. Viele Pferdeprofis zeigen vor allem Hände, Werkzeug und Pferde. Ab und zu ein Bild von dir hilft aber, weil Kundinnen wissen wollen, wer zu ihrem Pferd kommt. Ein Foto im Profil und eins in deinem Vorstellungsbeitrag reichen dafür schon.

Darf ich Fotos von Kundenpferden ohne Nachfrage zeigen?

Besser nicht. Das Pferd gehört der Besitzerin, oft ist der Stall erkennbar, und manchmal ist eine Person im Bild. Frag kurz vorher und heb das Ja auf, dann bist du auf der sicheren Seite und die Kundin freut sich meistens sogar.

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